April 26th, 2011 | By
In der heutigen Zeit spielen Äußerlichkeiten und die eigene Optik eine immer größere Rolle. Vor allem im Bereich der Mode werden die Menschen zunehmend anspruchsvoller. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich ständig neue Kleidungsstile und Modebewegungen entwickeln. Eine davon ist die 1980 entstandene Streetwear. Vor allem bei jungen Leuten wird die städtische, jugendliche Freizeitkleidung immer beliebter. Was das besondere dieses Kleidungsstils ausmacht, ist schwer zu beantworten. Eine offizielle Definition für Streetwear lässt sich kaum finden. Das führt dazu, dass jeder sich selbst seine eigene, ganz individuelle Interpretation schaffen kann. Unumstritten ist jedoch, dass Streetwear oft für bequeme, für jeden tragbare Kleidung steht, die stylisch und dennoch für den alltäglichen Gebrauch geeignet ist. Besonders beliebt sind hierbei zum Beispiel Kapuzenpullover, Skateschuhe oder Baseballcaps. Oft wird der Begriff Streetwear auch synonym verwendet zu Street Fashion, womit verschiedene Modestile bezeichnet werden, die sich seit den 1980er Jahren in der Hip-Hop-Kultur etabliert haben. Hier spielen übergroße T-Shirts, Sportbekleidung oder Baggy Pants eine wichtige Rolle. Diese Kleidungsstücke sind heutzutage in der “erwachsenen” Steetwear-Bewegung allerdings nicht mehr ganz so gängig. Das Genre hat sich etwas verändert, was sicherlich nicht zuletzt auf das Erwachsenwerden der frühen Protagonisten zurückzuführen ist. Inzwischen wird mehr Wert auf Details und dezentere Designs gelegt, Straßenmode soll immer noch cool und lässig wirken, ist jedoch ausgereifter und stilsicherer geworden. Authentizität ist den Trägern von Streetwear äußerst wichtig. Es geht um mehr als nur perfekt gestylte Klamotten – die Kleidung soll die Persönlichkeit unterstreichen, inspirieren und zu einem guten Lebensgefühl beitragen. Gute Straßenmode muss also in erster Linie bequem und funktional sein und zudem noch den Charakter widerspiegeln. Übertriebener Glamour ist bei Streetwear fehl am Platz – Unkompliziertheit steht an vorderster Stelle. Die steigende Anzahl von Streetwear Modelabels lässt deutlich werden, dass die Zahl der Streetwear Anhänger nicht sinkt – im Gegenteil. Straßenmode wird immer beliebter – Mode, die für Lässigkeit und Charakterstärke steht, übertrumpft glamouröse Laufstegmode. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass die sonst so oberflächliche Gesellschaft doch mehr Wert auf ein entspanntes und gemeinschaftliches Lebensgefühl legt als auf teure Labels und Luxus-Schnickschnack.